Bräunungsbeschleuniger: Schneller braun mit Sonnencreme? 

Redaktion, 21. März 2025

Bräunungsbeschleuniger
Bräunungsbeschleuniger gibt es in verschiedenen Formen.

Wenn es um eine gebräunte Haut für den Sommer geht, kann es vielen nicht schnell genug gehen. Teilweise wird für den gewünschten Teint sogar die eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt, indem man viel zu lange Sonnenbäder nimmt, auf Sonnencreme verzichtet oder aufs Solarium zurückgreift. Bräunungsbeschleuniger sollen die Lösung sein, um ohne Risiko schneller braun zu werden. Kann die Wirkung dieser Produkte wirklich überzeugen und auf was muss man bei der Anwendung achten? Alles, was Sie über Bräunungsbeschleuniger wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Gebräunte Haut Hausmittel

FORSCHUNG

Gebräunte Haut mit diesem Nr. 1 Hausmittel

Sonne und Solarium schaden der Haut, darum nutzen viele Menschen Selbstbräuner. Doch auch hier wird die Kritik immer lauter. Nun wurde ein Hausmittel entdeckt, das der Haut risikofrei eine natürliche Bräune verleihen kann.


Was bringt ein Bräunungsbeschleuniger?

Bei manchen Menschen hat man das Gefühl, dass sie bereits nach dem ersten Sonnentag eine sichtbare Bräune entwickeln, während es bei anderen deutlich länger dauert. Das kann schon ziemlich lästig sein, wenn man den Sommer bereits mit einem gebräunten Teint starten möchte. Bräunungsbeschleuniger sollen da unterstützend wirken können.

Bräunungsbeschleuniger sind spezielle Hautpflegeprodukte, die den natürlichen Bräunungsprozess der Haut optimieren. Spezielle Inhaltsstoffe sollen die Haut schneller und intensiver bräunen, ohne dass dafür übermäßig lange Sonnenbäder nötig sind.

Diese Produkte sind in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Cremes, Öle oder Lotionen. Einige enthalten zusätzlich pflegende Inhaltsstoffe, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und vor dem Austrocknen zu schützen. Anders als Selbstbräuner färben sie die Haut nicht direkt, sondern unterstützen die natürliche Bräunung in Kombination mit Sonnenlicht oder künstlicher UV-Strahlung. Es gibt jedoch auch Bräunungsbeschleuniger, die mit Hilfe von Selbstbräunern arbeiten.

Wie regt ein Bräunungsbeschleuniger die Bräune an? 

Melanin ist das Pigment, das für die Hautfarbe verantwortlich ist und gleichzeitig einen gewissen Schutz vor UV-Strahlung bietet. Je mehr Melanin produziert wird, desto dunkler wird auch der Farbton der Haut. Ein Bräunungsbeschleuniger fördert die Melaninproduktion in der Haut, wodurch die natürliche Bräunung schneller einsetzt.

Viele Bräunungsbeschleuniger enthalten Inhaltsstoffe wie Tyrosin, eine Aminosäure, die als Vorstufe von Melanin dient. Durch die zusätzliche Zufuhr kann die Haut schneller darauf zugreifen und die Bräunung effizienter einleiten. Auch pflanzliche Extrakte, wie Karottenöl oder Mönchspfeffer-Extrakt, unterstützen die Melaninbildung und verleihen der Haut einen dunkleren Farbton.

Ein weiterer Mechanismus sind feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe, die die Haut geschmeidig halten und eine gleichmäßigere Bräunung begünstigen. Einige Produkte enthalten zudem Antioxidantien, die helfen, oxidative Schäden durch UV-Strahlung zu reduzieren und so die Bräune länger erhalten.

Sofern kein Selbstbräuner enthalten ist, wirkt ein Bräunungsbeschleuniger nur in Kombination mit UV-Strahlung, da die Melaninproduktion erst durch Sonnenlicht oder künstliche UV-Strahlen angeregt wird.

Unser Tipp für eine schöne Bräune

Test: Welcher ist der beste Bräunungsbeschleuniger?

Nicht alle Bräunungsbeschleuniger wirken gleich – je nach Inhaltsstoffen und Anwendungsweise gibt es deutliche Unterschiede. Während einige Produkte rein auf die Melaninproduktion setzen, enthalten andere zusätzliche Pflegestoffe oder gar Bräunungspigmente. Hier ein Ranking der gängigsten Arten, basierend auf Wirkung, Hautfreundlichkeit, Preis und Anwendungskomfort.

Platz 1: Pfeffersalbe

Unser Testsieger ist kein gewöhnlicher Bräunungsbeschleuniger, sondern mehr eine Bräunungscreme, die im Vergleich zu anderen Produkten mit einer zusätzlichen sanften Hautpflege überzeugt. Mit einem Wirkstoff aus Mönchspfeffer ermöglichen die Hersteller der Biovolen Pfeffersalbe eine natürliche und schnelle Bräunung der Haut unabhängig vom Hauttyp. Aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe braucht man sich keine Sorgen um mögliche Nebenwirkungen machen und die Anwendung ist kinderleicht. Da sie jedoch keinen Lichtschutzfaktor besitzt, nutzt man sie am besten in Kombination mit Sonnencreme, um sich vor den UV-Strahlen der Sonne zu schützen. 

Platz 2: Bräunungsbeschleunigende Sonnencremes

Diese Kombi-Produkte enthalten UV-Schutz und Wirkstoffe zur Bräunungsbeschleunigung wie Tyrosin oder Karottenextrakt (Beta-Carotin). Sie sind hautfreundlich, schützen vor Sonnenbrand und fördern eine natürliche Bräune. Ideal für alle Hauttypen, besonders für empfindliche Haut. Preislich etwas höher, aber durch die doppelte Funktion als Sonnenschutz lohnenswert.

Platz 3: Bräunungsseren & -booster

Diese hochkonzentrierten Produkte werden direkt auf die Haut aufgetragen oder mit der Tagespflege gemischt. Sie enthalten oft Melanin-Vorstufen und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe. Die Bräune entwickelt sich etwas langsamer, hält aber länger. Besonders für das Gesicht eignen sie sich. Preislich sind die Booster variabel, aber oft teurer als Cremes.

Platz 4: Selbstbräuner mit Bräunungsbeschleuniger

Diese Produkte kombinieren DHA (den Selbstbräuner-Wirkstoff) mit Melanin-Boostern, sodass ein Soforteffekt mit einer langfristig besseren natürlichen Bräune kombiniert wird. Der Nachteil: kann fleckig werden, und die Bräune kommt nicht allein durch UV-Einstrahlung zustande. Selbstbräuner sind gut für schnelle Ergebnisse, aber nicht für alle Hauttypen ideal.

Platz 5: Bräunungskapseln

Bräunungskapseln enthalten meist Beta-Carotin oder L-Tyrosin, die die Haut von innen auf die Sonne vorbereiten. Da sie über den Stoffwechsel funktionieren, ist die Wirkung eher langsam und der Effekt variiert stark je nach Hauttyp. Auch sind sie umstritten, weil zu viel Beta-Carotin die Haut orange verfärben kann. Preislich gesehen gibt es große Unterschiede, sie sind aber eher ergänzend zum Hauptprodukt geeignet.

Kann man Bräunungsbeschleuniger für das Solarium nutzen? 

Diese Idee kommt vielen, wenn sie überlegen, wie sie am schnellsten den gewünschten Teint erreichen. Doch aufgepasst: Ja, viele Bräunungsbeschleuniger können auch im Solarium angewendet werden – allerdings nicht alle.

Während einige speziell für die Nutzung mit natürlicher Sonnenstrahlung entwickelt wurden, gibt es spezielle Solarium-Bräunungsbeschleuniger, die gezielt für künstliches UV-Licht formuliert sind.

Bräunungsbeschleuniger für die Sonne enthalten oft Sonnenschutzfilter, um die Haut vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Diese sind im Solarium jedoch nicht notwendig, da die UV-Dosis dort gezielt gesteuert wird. Zudem setzen viele Produkte für die Sonne auf Inhaltsstoffe wie Karottenöl oder Beta-Carotin, die die Haut auf natürliche Weise auf das Sonnenlicht vorbereiten.

Solarium-Bräunungsbeschleuniger hingegen enthalten oft Tyrosin oder andere Melanin-Booster, die speziell auf die kurze, intensive UV-Bestrahlung im Solarium abgestimmt sind. Manche enthalten auch Zusätze wie Bronzer, die der Haut sofort eine leicht getönte Farbe verleihen.

Welche Produkte eignen sich für das Solarium?

Für das Solarium sollten ausschließlich Produkte verwendet werden, die keine Sonnenschutzfilter enthalten und speziell für künstliche UV-Strahlung entwickelt wurden. Solche Solarium-Lotions oder -Gele unterstützen die Bräunung, ohne die Lampen zu beeinträchtigen. Normale Sonnen-Bräunungsbeschleuniger mit Lichtschutzfaktor bringen im Solarium keinen Vorteil und können sogar kontraproduktiv sein.

Sind Bräunungsbeschleuniger schädlich? 

Ein Produkt, das die Haut ohne jegliche Nebenwirkungen schneller braun werden lässt, klingt zu gut, um wahr zu sein. Wie sicher sind diese Produkte wirklich? Die Antwort hängt von den Inhaltsstoffen, der Anwendung und dem generellen Schutz der Haut ab.

Bräunungsbeschleuniger mit natürlichen Wirkstoffen gelten als unbedenklich. Sie pflegen die Haut, indem sie sie mit Feuchtigkeit versorgen und fördern gleichzeitig die Bräune. Bei der Anwendung dieser Beschleuniger muss nur zusätzlich auf einen Sonnenschutz geachtet werden, da sie allein nicht vor UV-Strahlung schützen.

Einige Bräunungsbeschleuniger enthalten dagegen künstliche Zusatzstoffe oder aggressive Bronzer, die bei empfindlicher Haut zu Irritationen oder allergischen Reaktionen führen können. Zudem können Produkte ohne UV-Schutz dazu verleiten, sich länger der Sonne auszusetzen – was das Risiko für Sonnenbrand, Hautalterung und langfristige Schäden wie Hautkrebs erhöht.

Was sollte man beachten?

  • Mit Lichtschutz kombinieren: Wer Bräunungsbeschleuniger in der Sonne nutzt, sollte zusätzlich eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF) auftragen.

  • Hautverträglichkeit prüfen: Besonders bei empfindlicher Haut oder bekannten Allergien empfiehlt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

  • Nicht übertreiben: Eine gesunde Bräune entsteht nicht innerhalb weniger Stunden – übermäßige UV-Strahlung kann langfristige Schäden verursachen, auch mit Bräunungsbeschleuniger.

Fazit: Lohnen sich Bräunungsbeschleuniger?

Wer schnell Ergebnisse sehen möchte und seine natürliche Bräune unterstützen will, kann von solchen Bräunungsbeschleunigern profitieren. Besonders hautfreundliche Varianten mit pflegenden Inhaltsstoffen wie Tyrosin, Mönchspfeffer oder Beta-Carotin sind eine gute Wahl. Allerdings ersetzen Bräunungsbeschleuniger keinesfalls den Sonnenschutz – ohne zusätzlichen Lichtschutzfaktor besteht ein erhöhtes Risiko für Sonnenbrand und Hautalterung. Zudem hängt die Wirksamkeit stark vom individuellen Hauttyp und der genetischen Veranlagung ab.

QUELLEN

  • Bräunungsbeschleuniger-Test: Zuletzt aufgerufen am 21.03.2025: https://www.gq-magazin.de/artikel/braeunungsbeschleuniger-test
  • U. Osterwalder, C. Surber: [Characterization of sun protection performance: Quo vadis?]; April 2022; PMID: 35333933 PMCID: PMC8964537 DOI: 10.1007/s00105-022-04958-x
Autor Simon Engelhardt

Simon Engelhardt

Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.